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Retrospektive der Meeresspiegel¬forschung in Deutschland
Teil 1: Deutsche Nordseeküste
In diesem Beitrag werden die beobachteten Meeresspiegeländerungen auf Grundlage von pegelba-sierten Wasserstandsmessungen an der deutschen Nordseeküste seit dem 18. Jahrhundert dargestellt. Die Auswertungen der Wasserstandszeitreihen der untersuchten Pegel sind dabei als Diagnose der bisherigen Meeresspiegelentwicklung zu verstehen. Die Wasserstandsmessungen werden mit Pegeln relativ zum Landniveau aufgezeichnet, erst in den letzten Jahren können daraus absolute (um vertikale Landbewegungen bereinigte) Meerspiegeländerungen abgeleitet werden.
Meeresspiegel | MSL | Nordsee | Sturmfluten | Tidewasserstände | Gezeiten | Tidehub
- Ausgabe: HN 115, Seite 18–26
- DOI: 10.23784/HN115-03
- Autor/en: Jürgen Jensen
Meeresspiegelanstieg und die Konsequenzen für den Küstenschutz in Schleswig-Holstein
Schleswig-Holsteins Küstengebiete sind besonders vom Klimawandel betroffen. Die Folgen des für die nächsten Jahrzehnte vermuteten Meeresspiegelanstiegs sind ernst. Um den künftig höher ausfallenden Sturmflutwasserständen trotzen zu können, hat das Land verschiedene Klimaanpassungsstrategien ent-wickelt – für das Wattenmeer, für die Ostseeküste, für die Halligen und für die Niederungen. Eine wich-tige Maßnahme dabei ist der Klimadeich. Darüber hinaus wurde eine Klimakulisse ermittelt, um aufzu-zeigen, welche Räume von künftigen Hochwasserständen betroffen sind.
Meeresspiegelanstieg | Küstenschutz | Klimadeich | Bemessungswasserstand | Klimakulisse
- Ausgabe: HN 115, Seite 11–17
- DOI: 10.23784/HN115-02
- Autor/en: Thomas Hirschhäuser, Jacobus Hofstede
Nach mir die Sintflut
Oder: Wenn das Meer mehr wird
Haben Sie den Katastrophenfilm »The Day After Tomorrow« gesehen? Er beginnt mit einer Szene, in der zwei Wissenschaftler auf der Flucht vor einem zerbrechenden Eisschelf sind. Ursache: der Klima-wandel. Obwohl der restliche Film schräge Science-Fiction war, diese Szene hat sich als sehr realistisch herausgestellt. Die Eisschelfe, besonders diejenigen an den Rändern der Antarktis, werden zerbrechen und damit zukünftig einen erheblichen Einfluss auf die Folgen der Klimaerwärmung haben. Es könnte die gravierendste Folge der Klimaerwärmung werden. Die Schelfe sorgen dafür, dass der Eisabfluss ins Meer gebremst wird. Sind sie zerstört, dann wird es unangenehm auf dem Globus. Der Meeresspiegel würde erheblich schneller ansteigen als es jetzt schon der Fall ist. Woher wissen wir das?
Meeresspiegelanstieg | Eisschelf | Gletscher | Grönland | Antarktis | Eisschildkollaps | Treibhausgase
- Ausgabe: HN 115, Seite 6–10
- DOI: 10.23784/HN115-01
- Autor/en: Hartmut Heinrich
Vermessung und Ortung mit Satelliten
Ein kritischer Blick in Manfred Bauers Standardwerk
Photogrammetrie und Fernerkundung liefern zuverlässige Informationen der Erdoberfläche einschließlich aller darauf befindlichen physikalischen Objekte und stattfindenden Prozesse. Das Ganze funktio-niert auch unter Wasser. Längst wird Laserbathymetrie zur Seevermessung eingesetzt und werden Da-ten aus Satellitenbildern ausgewertet. Neuartige Messverfahren der Photogrammetrie und Fernerkundung könnten die hydroakustischen Verfahren ergänzen, um Messaufgaben der Hydrographie effizienter, vielleicht sogar genauer zu erledigen. Damit beschäftigt sich eine ISPRS-Arbeitsgruppe im Mai bei einem Workshop auf Zypern.
- Ausgabe: HN 114, Seite 37–38
- DOI: 10.23784/HN114-06
- Autor/en: Christian Rost
Autonomie und Hydrographie – Quo vadis?
Eindrücke von Veranstaltungen
In der zweiten Jahreshälfte haben einige Veranstaltungen stattgefunden, deren Besuch für Hydrogra-phen interessant gewesen wäre, weil sie die autonome Schifffahrt behandelten und – mal explizit, mal eher implizit – ihre Bedeutung für die Hydrographie thematisierten. HN-Redakteur Peter Dugge war vor Ort und schildert im Nachhinein seine Eindrücke.
- Ausgabe: HN 114, Seite 33–35
- DOI: 10.23784/HN114-05
- Autor/en: Peter Dugge

