Fachbeiträge

Sämtliche Fachbeiträge aus den Hydrographischen Nachrichten seit der Ausgabe HN 100 sind online verfügbar.
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Bestimmung des Bewegungsverhaltens von Gletschern durch Analyse terrestrischer Bildsequenzen

Die Auswertung von Bildsequenzen terrestrischer Kameras stellt ein wertvolles Werkzeug zur Analyse von Gletscherbewegungen in Ergänzung zu satellitenbasierten Verfahren dar. Durch subpixelgenaue Verfahren der multitemporalen Bildzuordnung lassen sich Bewegungen zwischen Bildern einer Sequenz mit Genauigkeiten im Bereich eines Zehntelpixels bestimmen. Durch geeignete Verfahren der Georeferenzierung über geodätisch-photogrammetrische Netze lassen sich diese auf die Gletscheroberfläche übersetzen und erlauben die Bestimmung von Bewegungsvektor- und -trajektorienfeldern mit einer Genauigkeit von wenigen Zentimetern in einer Entfernung von einigen Kilometern zur Kamera. Die fast beliebig hohe zeitliche Auflösung erlaubt dabei über die Bestimmung der Bewegungsge-schwindigkeit von Gletschern auch die Analyse dynamischer Prozesse wie gezeitenabhängiger Bewe-gungen oder Kalbungsereignissen.

Photogrammetrie | Glaziologie | Bildanalyse | Geschwindigkeitsfeld | Georeferenzierung

Ausgabe: HN 115, Seite 43–47
DOI: 10.23784/HN115-06
Autor/en: Hans-Gerd Maas, Ellen Schwalbe

»Wir werden uns anpassen – müssen«

Dr. Jacobus Hofstede arbeitet in Kiel als wissenschaftlicher Direktor am Umweltministerium des Landes Schleswig-Holstein, wo er in den Bereichen Küstenschutz und Klima-Anpassung tätig ist. Im Interview nennt der Geograph alarmierende Zahlen, gibt aber auch beruhigende Antworten – und er schlägt so manche ironisch-überraschende Volte. Dabei blickt er insgesamt eher optimistisch in die Zukunft.

Meeresspiegelanstieg | Klimawandel | Küstenschutz | Landesschutzdeich | Sturmflut

Ausgabe: HN 115, Seite 34–42
DOI: 10.23784/HN115-05
Autor/en: Lars Schiller, Jacobus Hofstede

Globale terrestrische geodätische Referenzrahmen als Grundlage der Erdsystembeobachtung

Die Bereitstellung geeigneter globaler terrestrischer geodätischer Referenzrahmen ist von hoher ge-sellschaftlicher Relevanz und von ausschlaggebender Bedeutung für ein tiefgreifendes Verständnis des Systems Erde. Dies wird deutlich, wenn es um eine genaue und zuverlässige Quantifizierung und Prog-nose des globalen Meeresspiegelanstiegs geht. Die Unsicherheiten im Referenzrahmen sind eine Hauptfehlerquelle bei der Bestimmung des globalen Meeresspiegels. Daher will man die genauigkeits-limitierenden Effekte in der Bestimmung von Referenzrahmen aufdecken und minimieren. Simulationen von Referenzrahmen sind dafür ein nützliches Hilfsmittel.

Referenzrahmen | GGOS | GNSS | SLR | VLBI | DORIS | Simulationen

Ausgabe: HN 115, Seite 28–33
DOI: 10.23784/HN115-04
Autor/en: Susanne Glaser, Harald Schuh

Retrospektive der Meeresspiegel¬forschung in Deutschland
Teil 1: Deutsche Nordseeküste

In diesem Beitrag werden die beobachteten Meeresspiegeländerungen auf Grundlage von pegelba-sierten Wasserstandsmessungen an der deutschen Nordseeküste seit dem 18. Jahrhundert dargestellt. Die Auswertungen der Wasserstandszeitreihen der untersuchten Pegel sind dabei als Diagnose der bisherigen Meeresspiegelentwicklung zu verstehen. Die Wasserstandsmessungen werden mit Pegeln relativ zum Landniveau aufgezeichnet, erst in den letzten Jahren können daraus absolute (um vertikale Landbewegungen bereinigte) Meerspiegeländerungen abgeleitet werden.

Meeresspiegel | MSL | Nordsee | Sturmfluten | Tidewasserstände | Gezeiten | Tidehub

Ausgabe: HN 115, Seite 18–26
DOI: 10.23784/HN115-03
Autor/en: Jürgen Jensen

Meeresspiegelanstieg und die Konsequenzen für den Küstenschutz in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteins Küstengebiete sind besonders vom Klimawandel betroffen. Die Folgen des für die nächsten Jahrzehnte vermuteten Meeresspiegelanstiegs sind ernst. Um den künftig höher ausfallenden Sturmflutwasserständen trotzen zu können, hat das Land verschiedene Klimaanpassungsstrategien ent-wickelt – für das Wattenmeer, für die Ostseeküste, für die Halligen und für die Niederungen. Eine wich-tige Maßnahme dabei ist der Klimadeich. Darüber hinaus wurde eine Klimakulisse ermittelt, um aufzu-zeigen, welche Räume von künftigen Hochwasserständen betroffen sind.

Meeresspiegelanstieg | Küstenschutz | Klimadeich | Bemessungswasserstand | Klimakulisse

Ausgabe: HN 115, Seite 11–17
DOI: 10.23784/HN115-02
Autor/en: Thomas Hirschhäuser, Jacobus Hofstede

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