Hydrographentag

Einmal im Jahr organisiert die DHyG eine Fachveranstaltung zu einem Schwerpunktthema: den Hydrographentag. Die Vorträge spiegeln das gesamte Spektrum der Hydrographie wider.

Damit bietet die DHyG allen Interessierten ein Forum des Fachaustauschs und die Gelegenheit, Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Der Hydrographentag ist eine Veranstaltung mit „Workshop-Charakter“. Eine weitergehende Publikation der Vorträge in einem Tagungsband ist nicht vorgesehen. Allen Vortragenden wird aber angeboten, ihr Thema in den Hydrographischen Nachrichten zu veröffentlichen.

Ein Hydrographentag dauert meist mehrere Tage. Kleinere Veranstaltungen wechseln sich mit größeren Konferenzen ab. Regelmäßig werden die Hydrographentage in Kooperation mit dem DVW – Deutsche Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement – als Gemeinschaftsveranstaltung organisiert.

Begleitend zu den größeren Tagungen finden Ausstellungen statt, bei denen Firmen ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren.

Erfolgreicher Austausch im Zeichen der Nachhaltigkeit.

DHyG HT 2026 Gruppenfoto Groß

Drei intensive und abwechslungsreiche Tage in Lübeck-Travemünde liegen hinter den Teilnehmenden des 38. Hydrographentags. Rund 200 Teilnehmende aus Wissenschaft, Verwaltung und Industrie nutzten die Gelegenheit, um sich unter dem Motto „Hydrographie im Kontext der Nachhaltigkeit“ über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Mehr als 20 Fachvorträge in sechs Sessions, eine ausgebuchte Industrieausstellung mit 20 Unternehmen sowie die Verleihung des DHyG Student Excellence Award boten vielfältige Einblicke in Forschung und Praxis. Ein maritimes Highlight war die Führung über die traditionsreiche Viermastbark PASSAT, während Icebreaker und gemeinsames Dinner direkt an der Ostsee Raum für Networking und anregende Gespräche boten.

Die DHyG und der DVW bedanken sich bei allen Teilnehmenden, Vortragenden, Ausstellern und Unterstützenden für ihr Engagement. Der nächste Hydrographentag findet im Juni 2027 statt.

 

 

Hydrographie als Schlüsseltechnologie: Beiträge zu Sicherheit,
Nachhaltigkeit und maritimer Infrastruktur

Harald Sternberg  (HafenCity Universität Hamburg)

 

Session 1 - Zukunft gestalten: Beiträge der Hydrographie und Geodäsie zur Nachhaltigkeit

Ein gesunder Ozean für alle: Transdisziplinäre Ansätze zur Wiederherstellung unserer Meere
Toste Tanhua (GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel)

Open Data! – Immer richtig? Geoinformationen im Spannungsfeld
zwischen der Open-Data-Philosophie und den aktuellen Sicherheitsanforderungen
Paul Becker (ehemals Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)

Aus der Forschung in die Praxis: Trends in maritimen Methoden, Verfahren und Systemen
Uwe von Lukas & Sascha Krohmann (Fraunhofer IGD)

 

Session 2 – Hydrographische Beiträge zum Umweltmonitoring

Cost-effective seafloor geodesy with GNSS-acoustic measurements from a wave glider
James Foster (Universität Stuttgart)

Erweiterte Perspektive – Einsatz von Fernerkundung in der Maritimen Notfallvorsorge
Björn Baschek (Bundesanstalt für Gewässerkunde)

Sensoren in Bewegung: MoBo als mobile Plattform für marines Monitoring – Entwicklung, Stand und Perspektive
Jens Fischer & Kevin Hett & Dennis Kühnel & Kai Herklotz (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie)

 

Session 3 – Dynamische Seekarten

Elektronische Seekarte im Wandel
Jens Schröder-Fürstenberg (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie)

Aktuelle Tiefen auf den Bundeswasserstraßen nutzbar machen
Alisa Yakhontova (Bundesanstalt für Gewässerkunde)
Wolfram Bahn (FGeoWSV)

Live auf Kurs: Automatisiertes und interaktives Echtzeit Monitoring des Schiffsverkehrs mit GIS
Natascha Jakobsen (Esri Deutschland GmbH)

 

Session 4 – Überwachung von Infrastrukturen

Satelliten statt Sensoren: Hebt InSAR das Monitoring auf ein neues Level?
Florian Zimmermann (Bundesanstalt für Gewässerkunde)

Wie lange hält die Spundwand wirklich? Hydrographie als Werkzeug
für Bauingenieure zur präzisen Restlebensdaueranalyse

Karsten Holste (WK Consult)

Effizienz durch USV-gestützte Plattform- und Kabelinspektionen als
neuer Standard - von lokalen Einsätzen zu großflächigen Surveys

Connor Schulze (Fugro Germany Marine GmbH)
Andreas Bauer (TenneT TSO GmbH)

Digitalisierung der Sturmflutabarbeitung am Hafenstandort Bremerhaven
Christian von Deetzen (bremenports GmbH & Co. KG)

 

Session 5 – Smart Port

Aus der Tiefe in die Cloud – Hafeninfrastruktur erfassen, analysieren und managen
Berit Jost (HydroMapper GmbH)

Vom Sensor zum Service: Ein Framework für die hochgenaue Seekarte
Christopher Petersen(Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.)

Port Call Optimization für die Bremischen Häfen
Matthias Hinz (bremenports GmbH & Co. KG)

 

Session 6 – Erfassung und Analyse von Unterwasserhabitaten

Vom Ufer bis zur Gewässersohle – Ein Praxisbericht zur Laserbathymetrie in Binnengewässern
David Monetti (Skyability GmbH)

Detektion von Hydrothermalfeldern in der Tiefsee
Tanja Dufek (ehemals HafenCity Universität Hamburg)

Fernerkundung und Modellierung mariner Habitate: Herausforderungen und Ergebnisse der Helgoland-Vermessungskampagnen
Jens Schneider von Deimling (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)

12:30 Uhr
Zu Luft und zu Wasser: Habitatkartierung eines Bergsees in Österreich
Ellen Heffner & Annika Walter (HafenCity Universität Hamburg)
Lucas Dammert (Technische Universität Wien)

 

 

 

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